Zitate aus Mails
Betreff | Turniererfahrung |
Von | |
An | 'Holger Wippich' |
Gesendet | Sonntag, 15. Juni 2014 09:53 |
Hallo Holger, ich wollte Dir hiermit meine Erfahrung zur SRL u15 Einzel mitteilen. Das angebotene System Top5 + erweitertes KO empfinde ich als positiv. In beiden Turnierformen waren spannende Spiele erkennbar und die Spieler auf zwei Ebenen erkannten wohl, das sie gut spielen müssen um in Top5 zu bleiben oder im KO um aufsteigen zu können. Nicht nur alleine die TOP5 waren mit 4 Spielen gut belastet, so auch das KO mit 4 und 3 Spielen. Die Spieler/rinnen kamen auch sehr an die Physische Leistung heran. Unabhängig davon das die Leistungsdefizite sich schnell zeigten. Als Gedanke: besser berücksichtigen sollte wir das im KO Turnier die 16 Plätze voll Besetzt werden, damit wäre auch dann das erweiterte KO Turnier mit mehr Spielern die 4 Spiele bestreiten müssten angemessen. Die Turnierzeit ist dann auch sehr ausreichend. Wir waren schon 15:30 Uhr fertig und das bei 4 Feldern. Ohne die Turnierleitung zu kritisieren - nur nüchtern betrachtet - bei konstruktiver Turnierleitung sind mit Sicherheit noch Kürzere Turnierzeiten möglich. Ein Einheitliche Konzept zur Turnierdurchführung ist da Hilfreich(und natürlich Kontrolle der Einhaltung). Das wichtigste für mich ist das der Sieg auf dem Feld zum Sieg in der Tabelle führte.
Viele Grüße aus der Lausitz
rainer
-----Original-Nachricht-----
Betreff: Beitrag zur Podiumsdiskussion am 22.11.2014
Datum: Wed, 19 Nov 2014 18:43:11 +0100
Von: <presse@bv-hoyerswerda1960.de>
An: "'Holger Wippich'"
Geschrieben von: Holger WippichSonntag, den 16. November 2014 um 13:55 Uhr
Einladung zur Podiumsdisussion im Rahmen des Nachwuchsworkshops in Dresden
Liebe BVS Trainer, Funktionäre und Badmintonverrückte,
auch in diesem Jahr findet wieder ein BVS-Nachwuchsworkshop statt.
Ort: Sportschule Werdau, An der Sportschule 1
Termin: Samstag, den 22.11.2014, 14:00 - 16.00 Uhr
Einen Teil dieser Veranstaltung möchten wir als Podiumsdiskussion durchführen. Eingeladen sind interessierte und engagierte Nachwuchstrainer -und funktionäre Sachsens.
Es soll dabei um folgende Inhalte gehen
Auswertung der letzten Saison, Zielsetzungen Saison 2015/16 Stand Erfüllung/Umsetzung der Zielsetzungen des Workshop 2013 Information / Austausch über Idee beim neuen Spielsystem im Nw IIdeen zur Leistungsentwicklung im Nachwuchs neues vom LS-workshop des DBV
Zudem soll es auch um eine Sammlung von Ideen und Kritiken gehen. Diese werden wir in der vorhandenen Zeit sicher nicht alle ausdiskutieren können. Sie werden aber in die weiteren Diskussionen der geladenen Teilnehmer einfließen.
Bitte meldet euch verbindlich für diese Runde bei: Holger Wippich - per mail H.Wippich(at) t-online.de - bis zum 20.11. an.
PS:!!! Vertreter der teilnehmenden Vereine erhalten zur Nachwuchsförderung 2 Dtz Bälle !!!
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 18. November 2014 um 22:15 Uhr
Eingefügt aus <http://www.bvsachsen.de/index.php/jugendausschuss/980-einladung-zum-nachwuchs-leistungssport-workshop-2014>
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo Holger, leider ist dieser Termin für uns sehr kurzfristig und äußerst ungünstig angesetzt. Ich gehe mal davon aus, dass dies keine Absicht war den Termin so zu setzen, denn es ist ja bekannt, dass wir an solch einer Podiumsdiskussion teilnehmen wollten. Wir haben, wie bekannt, am 22.11.14 die RRL der RVO u11/u15 in Hoyerswerda, wo ich aus objektiven Gründen nicht abkömmlich bin. Am 23.11.14 bin ich in Hohenstein Ernsttal zur SEM u11.
Eine am 18.11. veröffentliche Einladung, verbindlich bis zum 20.11. eine Rückmeldung der Teilnahme zu geben, für eine Veranstaltung am 22.11, ist in keinem Fall konstruktiv.
Lange habe ich mich auf so eine Fachdiskussion vorbereitet. Unser Standpunkt, genau zum Spielsystem im NW, ist durch viele Umstände in ungünstige Schieflage für alle Beteiligten geraten. Gern würde ich nun auch aus fachlicher Sicht (die ich Mittlerweile besitze) darlegen, was im SLS nicht geht. Die Darlegung ist auch in der RVO nicht erfolgt. Nun haben wir genau die Situation, die Du auch mit erzeugt hast, dass wir unsere Meinung (BV Hoyerswerda) nicht darstellen können.
Hiermit bitten wir Dich als Vizepräsident, unserer Beitrag zur Podiumsdiskussion zu verlesen oder zu verlesen lassen.
Hier nun unser Beitrag zur Podiumsdiskussion:
Diskussionspunkt: Information / Austausch über Idee beim neuen Spielsystem im Nw
Leistungsabrechnungen zu SRL oder ähnlich sind gerade im Nachwuchsbereich zur Darstellung und Feststellung einer Leistung auch im Badminton äußerst wichtig. Solche Feststellungen müssen nun auch im besonderen für (neu) u11 - u19 nachvollziehbar und übersichtlich sein. Dies ist in allen Ballsportarten durch die einzelnen Spielsysteme, außer im SLS, gegeben. Ohne großartige Hilfsmittel lässt sich der Punktgewinn aus einem Sieg nachvollziehen. Im SLS ist dies nicht möglich. Versucht bitte mal die Formel zur Berechnung der Buchholzzahl oder Feinbuchholzzahl auf zu schreiben oder gar so zu erläutern, so dass ein 13-jähriger Spieler/rinn den mathematischen Zusammenhang versteht. Es wird Euch nicht gelingen, da einem 13-jährigen die mathematischen Grundlagen fehlen - es sei denn er ist ein Mathegenie. Selbst wenn die Formel verständlich wäre, ist ein nachvollziehen der Punktebewertung nur mit sehr hohem Aufwand möglich. Kein Spieler kann klar nachvollziehen, wo seine eigenen Fehler liegen, dass die BHZ und FBHZ seinen Sieg auf dem Feld zu Nichte gemacht hat. Ein taktisches Einstellen auf den nächsten Gegner ist durch das SLS grundsätzlich nicht möglich, da bekannter Maßen jede Runde neu ausgelost wird. Ebenso ist die Auslosung zum Turnierbeginn in keinster Weise klar geregelt, wie z.B. im System des KO oder DKO. Kein Trainer oder Spieler kann diese Auslosung zum SLS sachlich und sichtbar nachvollziehen. Die Bedingungen zur Auslosung sind nicht klar und fachlich gerecht geregelt.
Jeder Sieg auf dem Spielfeld muss zu einem Punktgewinn in einer Wertetabelle führen. Im SLS ist es, außer beim späteren Sieger des Turniers, nicht so. Knappe Siege, gerade in 3 Sätzen, werden durch BHZ und FBHZ unter gewissen Umständen bestraft. Wo soll denn ein Spieler/in die Motivation her holen, wenn gerade in knappen Siegen alle möglichen Kräfte mobilisiert sind und sie trotz dieser Anstrengungen für umsonst waren. Welcher Spieler/in kann denn im laufenden Spiel abschätzen, ob ein Spiel bei Stand 19:17 (gegen mich) nicht doch zum Sieg führt wenn ich mit 21:19 gewinne. Wüsten die Spieler/in es schon bei 19:17(gegen mich) wäre das Spiel schon zu Ende und wir würden nicht die spannende Aufholjagd sehen, die auch diese Sportart Badminton so interessant und spannend macht. Wer das ignoriert nimmt allen Spieler/in einen sehr wichtigen Teil einer Motivation.
In unzähligen Turnieren im SLS(als Beispiel symptomatisch RRLT u11 vom 16.11.2014 in Gittersee) ist klar zu sehen, dass Ergebnisse so nicht sein dürfen. So ist es im SLS auch möglich, dass ein Rast zu höheren Plätzen im Endergebnis führt. Wenn 7:4 schlechter ist wie 6:6 und wenn auch der Punkteunterschied in den kleinen Punkten so gravierende Fehler darstellt, dann ist dieses System fachlich ungeeignet.
Im weiteren ist die Darstellung des SLS entgegen allen euphorischen Behauptungen nicht in Kroton darstellbar. Wenn wir gemeinsam das Badminton auch publikumswirksam darstellen wollen, dann ist eine Veröffentlichung zwingend notwendig. Um auch die Spieler-Statistik richtig zu füllen ist es ebenfalls Notwendig Kroton zu bedienen.
Sofern die einzelnen Regionalbereiche von Sachsen das gleiche Ziel verfolgen, ist ein einheitliches Handeln auch in Turnierform zwingend erforderlich. Anderenfalls unterstellen wir, der BV Hoyerswerda, das der Regionalbereich Dresden zum Beispiel, weinig Interesse an einem für Sachsen stärkenden Handlungsbedarf im Badminton zeigt. Den Nachweis hat der Regionalbereich Dresden in Form des Jugendwartes und seines Jugendausschusses mit Jugendordnung klar geliefert. Wer so einseitig und voreingenommen handelt, bringt für den BV Hoyerswerda keinen Nachweis eines Handeln für Sachsen.
Frank Sengbusch / Rainer Schulze
-----------------------------------------------------------------------
Viele Grüße aus der Lausitz
rainer
Pressewart
Betreff | AW: Beitrag zur Podiumsdiskussion am 22.11.2014 |
Von | |
An | 'Holger Wippich' |
Cc | 'vorsitzender@bv-hoyerswerda1960.de' |
Gesendet | Freitag, 21. November 2014 06:30 |
Hallo Holger, Danke erstmal für die Antwort. Ich möchte Dir hiermit aber noch vermitteln, das es nicht nur das SLS für uns gibt. Es ist logischer weise das wichtigste Thema und wir machen davon auch vieles Abhängig.
Weitere Punkte die wir gern mal angesprochen hätten hier nur Stichpunktartig.
- Vorbildwirkung von Spitzenspielern/rinnen für den NW
- Würdigung von Spitzenspielern/rinnen vor dem NW
- TOP 5 System ist gut - wir würden Platz 4+5(Auf-Abstieg) ins B-Turnier bevorzugen um mehr Leistungsdruck zu erzielen
- Stärkung der Ranglisten in Notwendigkeit für ein Sachsensystem
- Einheitliches Handeln für Sachsen - auch in der Außenwirkung - die Darstellung auf den WEB`s der Regionalbereiche ist zu unterschiedlich, besonders im NW
- Wertigkeit und Wichtigkeit von NW mehr in den Vordergrund stellen und Publizieren
- Erfahrung aus Tageslehrgängen ist gut - sollte auch in allen Regionalbereichen praktiziert, publiziert und erweitert werden
- wie im ersten Beitrag schon mal angedeutet (letzter Absatz) einheitliches Handeln für die Leistungsspitze ist in Sachsen im NW nötig
Und nun mal zum Schluss, in keine Fall habe ich mich, wie im letzten Jahr mit Absicht den Fachlichen Diskussionen entzogen. Ich hatte schlichtweg keine Fachkenntnis. Ich habe ausschließlich den Trainerlehrgang und auch den Schirilehrgang absolviert um Fachkenntnis zu bekommen. Auch jetzt habe ich gesehen an den Jahren vieler anderer, wenig Erfahrung im Badminton. Nun aber reicht es für Basisarbeit im NW, den wir auch sehr aktiv betreiben und es reicht für Moralische Vorhaltung wie die Badmintongemeinde von Sachsen sich zerfleischt. Es ist schon ganz schön Anschaulich, wie hier gegen einander gearbeitet wird, an statt miteinander. Ein Umdenken in allen Bereichen ist hier dringend angeraten.
Viele Grüße aus der Lausitz
rainer
Von: Holger Wippich
Gesendet: Donnerstag, 20. November 2014 14:57
An: presse@bv-hoyerswerda1960.de
Betreff: AW: Beitrag zur Podiumsdiskussion am 22.11.2014
Hi Rainer,
kein Problem. Ich leite es alle Teilnehmern vorab ( was hiermit geschehen ist, siehe Verteiler ) bereits zur Info zu und nehme es in den entsprechenden TOP auf !
Beste Grüße
Holger
Betreff | AW: Beitrag zur Podiumsdiskussion am 22.11.2014 |
Von | |
An | 'Holger Wippich' |
Cc | 'Michael Götz' |
Gesendet | Dienstag, 6. Januar 2015 17:08 |
Hallo Holger,
auch Dir erstmal alles Gute für das Jahr 2015.
Ich bin ja nun sehr überrascht, dass Du auch anders schreiben und darstellen kannst. So habe ich Dich kennen und schätzen gelernt. Die Entwicklung, die sich nun aber hier in der Oberlausitz abspielt, beunruhigt mich sehr. Wie es sich weiter entwickeln wird, kann ich nicht abschätzen - aber eines kann ich Dir mit Sicherheit sagen - die Seele des BV Hoyerswerda ist schwer getroffen und wir werden uns mit allen Mitteln dagegen wehren. Der BV Hoyerswerda hat an seinem Ruf sehr verloren und das werden wir ändern.
Nun zu Deiner Antwort an mich und nun speziell zum SLS.
Wir hatten zwar noch weitaus mehr Vorschläge und Diskussionspunkte geliefert und auch dazu würde uns die Meinung des Workshops schon interessieren. Eine Antwort erwarten wir nicht unbedingt. Du/Ihr könnt uns (und hier reicht stichpunktartig der Inhalt) die Gedanken zu uns mitteilen. Leider konnten wir nicht anwesend sein und wären ja bei Anwesenheit der einzige vertretende Verein gewesen. Gibt es noch andere schriftliche Einreichungen zum Workshop von Vereinen?
Zu der Erklärung von Euch zum SLS müssen wir erstmal ausführlich nachlesen und können auf Grund dessen jetzt keine Antwort geben. Wir werden eine Antwort geben. Derzeit bereiten wir eine Analyse aller gespielten Turniere(nur Ranglisten) im SLS in Sachsen vor. Dazu habe ich schon dem Präsidenten angeschrieben, uns behilflich zu sein die Unterlagen und Dateien zu bekommen. Diese Auswertung dauert seine Zeit. Wir denken, dass spätestens zur JHV 2015 eine Auswertung möglich ist.
Viele Grüße aus der Lausitz
rainer
Pressewart
„Leistungsabrechnungen zu SRL oder ähnlich sind gerade im Nachwuchsbereich zur Darstellung und Feststellung einer Leistung auch im Badminton äußerst wichtig. Solche Feststellungen müssen nun auch im besonderen für (neu) u11 - u19 nachvollziehbar und übersichtlich sein. Dies ist in allen Ballsportarten durch die einzelnen Spielsysteme, außer im SLS, gegeben.“
è Das Schweizer System ist nachgewiesener Maßen (z.B. durch Mathematiker Klaus Becker) das statistisch sicherste Spielsystem. In 24 von 25 Fällen wird eine tatsächliche Leistungsrangliste im Vergleich zum Ergebnis einer Turnierdurchführung besser vom SLS abgebildet als von irgendeinem anderen Spielsystem.
Antwort: Bei der Darstellung geht es um die Öffentliche Darstellung bei Kroton zum Beispiel. Hier ist dann nachvollziehbar das Turnier, die Leistungsbilanz je Spieler und die gespielten Spiele/Sätze/Punkte. Ohne Besondere Hilfsmittel sind die Erzielten Werte nachvollziehbar. Gerade die Nachvollziehbarkeit ist für "nicht Badmintonfachmänner" wichtig. Auch Badminton braucht Publikum und die sind nun mal keine ausgebildeten Badmintonfachmänner.
„Ohne großartige Hilfsmittel lässt sich der Punktgewinn aus einem Sieg nachvollziehen. Im SLS ist dies nicht möglich.“
è Im KO/DKO gilt, mit einem Sieg bin ich eine Runde weiter, also höher platziert. Im SLS gilt, mit einem Sieg werde ich höher platziert sein als mit 0; mit 2 höher als mit 1; etc. Es ist also haargenau das gleiche. Ein Sieg nützt mir am meisten.
Antwort: Der Sieg im SLS ist nur dann nützlich wenn der Abstand im Punktgewinn groß ist. Knappe Sieg wie 21:19 werden durch die BHZ bestraft und führen eben nicht zum Punktgewinn in der Tabelle. Ergebnisse wie 30:29 sind nicht möglich, da Verlängerungen im Spiel das Ergebnis stark verfälschen.
„Versucht bitte mal die Formel zur Berechnung der Buchholzzahl oder Feinbuchholzzahl auf zu schreiben oder gar so zu erläutern, so dass ein 13-jähriger Spieler/rinn den mathematischen Zusammenhang versteht. Es wird Euch nicht gelingen, da einem 13-jährigen die mathematischen Grundlagen fehlen - es sei denn er ist ein Mathegenie. Selbst wenn die Formel verständlich wäre, ist ein nachvollziehen der Punktebewertung nur mit sehr hohem Aufwand möglich. Kein Spieler kann klar nachvollziehen, wo seine eigenen Fehler liegen, dass die BHZ und FBHZ seinen Sieg auf dem Feld zu Nichte gemacht hat.“
è Sowohl BHZ als auch FBHZ sind Summen aus in der Regel vier oder fünf Summanden (Anzahl Runden = Anzahl Gegner = Anzahl Summanden). Verständnis ist gegeben und Aufwand hält sich in Grenzen, vor allem für jeden einzelnen Spieler, da sich dieser gemerkt haben sollte, gegen wen er bisher gespielt hat.
BHZ und FBHZ machen einen Sieg NIE zu Nichte, sondern werten ihn lediglich im Vergleich zu dem Sieg eines anderen Spielers.
Antwort: Die Aussage zu BHZ und FBHZ, das diese nie einen Sieg zu Nichte machen, stimmt nicht. Beide Maßzahlen bewirken gerade bei knappen Siegen die Umkehr, dass die Werthaltigkeit der BHZ(in Sachsen) stärker ist als der Satzstand. Dann gibt es eben Ergebnisse das 2:3 vor 3:2 in Sätzen steht. Eine Nachfrage im Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen hat bestätigt, dass es genau solche Ergebnisse geben kann.
„Ein taktisches Einstellen auf den nächsten Gegner ist durch das SLS grundsätzlich nicht möglich, da bekannter Maßen jede Runde neu ausgelost wird.“
è Taktisches Einstellen besteht auch nach Ansicht vieler Vereinstrainer in unserem Bereich daraus, dem Nachwuchs vor ihrem Spiel wichtige Tipps mit auf den Weg zu geben. Diese Möglichkeit ist auch nach Rundenauslosung ohne weiteres gegeben. Von Vorteil ist hier, wenn die Turnierleitung die Rundenauslosung aushängt oder noch besser es über den Monitor laufen lässt. Das sollte aber auch aus eigener Erfahrung im KO/DKO gemacht werden, weil sonst ebenfalls nach längerer Nichtaktualisierung keiner mehr weiß, gegen wen er spielt. Für Videoanalysen des Gegners wird es wohl in beiden Fällen zeitlich nicht reichen.
Antwort: Gerade das Taktische einstellen auf den nächsten Gegner, ist einer der wichtigsten Komponenten die Trainer wie Jogi Löw ausschließlich nutzen. Nur wer die Schwächen und Stärken des Gegners einschätzen kann, ist in der Lage seine eigene Takt zu bearbeiten. Gerade im KO/DKO hängt ja die Spielliste oder der Turnierbaum genau deswegen aus. Im SLS ist dies Objektiv nicht möglich. Da hilft auch keine Echtzeitdarstellung, weil mit dem letzten Spiel einer Runde sofort erst die nächste Rund darstellbar ist. Ebenso sind die Ergebnisse einer Runde mit dem letzten Spiel eine Runde darstellbar und die nächste Runde wird aufgerufen.
„Ebenso ist die Auslosung zum Turnierbeginn in keinster Weise klar geregelt, wie z.B. im System des KO oder DKO. Kein Trainer oder Spieler kann diese Auslosung zum SLS sachlich und sichtbar nachvollziehen. Die Bedingungen zur Auslosung sind nicht klar und fachlich gerecht geregelt.“
è Die Natur einer Auslosung liegt darin, dass dabei alles auf Zufall und nicht auf Regelungen basiert. Deshalb ist uns unverständlich, was außer der Setzplätze (diese auch im SLS möglich) beim KO/DKO geregelt sein soll. Möglicherweise noch die optimale Trennung nach Vereinen. Diese ist aber eben aufgrund der Struktur des SLS nicht notwendig und sinnvoll.
Ansonsten folgt beim SLS die Einteilung der Spielerpools, innerhalb derer die nächsten Paarungen für die nächste Runde ausgelost werden, nach klaren Kriterien.
Antwort: Gerade im SLS ist das Setzen zwingend angeraten, gemäß Softwareentwicklung. Das Setzen im SLS bewirkt ausschließlich das gesetzte Spieler nicht in der 1.Runde aufeinander treffen, damit Ihre Turnierlaufbahn nicht negativ beeinflusst wird. Die weiter Auslosung nach setzen der Hälfte der Spieler in 1.Runde ist ausschließlich zufällig. Den in der Formel der Berechnung ist ein Zufallsfaktor eingebaut.
Eine Erklärung zu den "klaren Kriterien" solltest Du bitte mal für den normalen Badmintonspieler von 13 Jahren mal darstellen.
„Jeder Sieg auf dem Spielfeld muss zu einem Punktgewinn in einer Wertetabelle führen. Im SLS ist es, außer beim späteren Sieger des Turniers, nicht so. Knappe Siege, gerade in 3 Sätzen, werden durch BHZ und FBHZ unter gewissen Umständen bestraft. Wo soll denn ein Spieler/in die Motivation her holen, wenn gerade in knappen Siegen alle möglichen Kräfte mobilisiert sind und sie trotz dieser Anstrengungen für umsonst waren. Welcher Spieler/in kann denn im laufenden Spiel abschätzen, ob ein Spiel bei Stand 19:17 (gegen mich) nicht doch zum Sieg führt wenn ich mit 21:19 gewinne. Wüsten die Spieler/in es schon bei 19:17(gegen mich) wäre das Spiel schon zu Ende und wir würden nicht die spannende Aufholjagd sehen, die auch diese Sportart Badminton so interessant und spannend macht. Wer das ignoriert nimmt allen Spieler/in einen sehr wichtigen Teil einer Motivation.“
è Noch einmal sei darauf hingewiesen, dass ein Sieg IMMER zum Punktgewinn und damit zu einer höheren Platzierung führt - im Gegensatz beispielsweise zum KO mit Platzierungsspielen (Südost-System). Dort trifft in 100% aller Turniere der extremste Fall ein, dass ein Spieler mit drei Siegen hinter einem Spieler mit einem Sieg platziert ist (nämlich Platz 9 und 8). Darüber hinaus gibt es natürlich noch eine nichtbeeinflussbare Anzahl von vielen Fällen in weniger dramatischer, aber nach deiner Argumentation ebenso kurioser Ausprägung. Und dies alles nur wegen der Auslosung in der ersten Runde. Nehmen wir auch hier wieder den Extremfall als Beispiel: 11 Teilnehmer, 4 Gesetzte. Ein nichtgesetzter Spieler hat Glück und zieht mit einem Freilos in Runde 2 ein, dann verliert er alles. Ein anderer Spieler hat Pech und trifft auf einen Gesetzten, verliert und wird dann alle Platzierungsspiele gewinnen. Der Spieler, der nichts erreicht hat und womöglich der schlechteste Spieler des Turniers ist, wird Platz 8. Der Spieler mit Pech und womöglich fünftbester in einer unterstellten tatsächlichen Rangliste, der sich trotz der ersten Niederlage aufgrund von Lospech nicht aufgibt und weiter kämpft, wird Platz 9. Auch hier gibt es wieder eine Vielzahl weiterer solcher Fälle in verschiedenen Konstellationen.
Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass BHZ und FBHZ NIE die Wertigkeit eines Sieges gegenüber einer Niederlage verschlechtern können. Unter der Annahme, dass Dreisatz-Siege vor allem gegen gleichstarke oder bessere Spieler zu Stande kommen, wird die BHZ/FBHZ für eine besondere Würdigung dieses Spiels sorgen.
Antwort: Die Aussage zur Wertigkeit der BHZ habe ich schon getätigt. Die Ergebniszahlen beweisen ja gerade, dass die BHZ den Punkt/Sieg auf dem Feld eben gerade nicht immer belohnt.
„In unzähligen Turnieren im SLS(als Beispiel symptomatisch RRLT u11 vom 16.11.2014 in Gittersee) ist klar zu sehen, dass Ergebnisse so nicht sein dürfen. So ist es im SLS auch möglich, dass ein Rast zu höheren Plätzen im Endergebnis führt. Wenn 7:4 schlechter ist wie 6:6 und wenn auch der Punkteunterschied in den kleinen Punkten so gravierende Fehler darstellt, dann ist dieses System fachlich ungeeignet.“
è Ein Freilos führt in jedem Turniersystem per Definition zu einem besseren Endergebnis. Im SLS wird ein Freilos jedoch hinsichtlich BHZ/FBHZ schwach bewertet, weshalb ein Spieler, der sich einen tatsächlichen Sieg erspielt hat, leicht weiter oben platziert sein wird. Diese Unterscheidung und damit Fairness ist in KO/DKO nicht gegeben.
Ein 7:4 ist nicht schlechter als ein 6:6, stellt lediglich nicht das erste Bewertungskriterium nach der Anzahl Siege dar. Sondern die BHZ. Und es dürfte einem Kind einfacher zu vermitteln sein, dass es mit vielen knappen Dreisatz-Siegen gegen starke Gegner vor einem Kind platziert sein wird, das nur Dattel-Siege gegen Schwächere erspielt hat. Dies wäre mit dem Satzverhältnis nicht gegeben. Die BHZ erfüllt also genau eure Forderung, dass ein knapper Dreisatz-Sieg viel wert ist.
Antwort: Die Darstellung ist falsch. Die Freilose werden falsch eingestuft. Eine Wertung 15/7 und 21/10 führ zu einem Gewinn in der Tabelle, die Ergebnisse haben das belegt. Auch das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen hat dies so bestätigt.
Jedes Kind folgt immer nur einfachen Logiken. Wenn die Spieler von Feld gehen, haben alle nur das Adrenalin im Kopf - Sieg. Für andere Gedankengänge ist keiner Fähig und will auch keiner, wenn aber der Knappe Sieg nicht zum unwiederufbarem Punktgewinn in der Tabelle führt ist die Enorme Anstrengung umsonst.
Viele Grüße aus der Lausitz
rainer
Hallo nach Hoyerswerda,
zunächst möchte ich mich entschuldigen. Den Auftrag, eine Erläuterung für den Einsatz des SLS zu formulieren, habe ich schon seit November. Es war allerdings eine recht bewegte Zeit – vor allem für uns Erzgebirgler.
Zum Thema:
Die Vorzüge des Systems sehen wir vor allem in folgenden Punkten:
Vor allem beim 1. Turnier (wo wir ja das SLS spielen), wo die Jahrgangswechsler und evtl. auch Spätentwickler eine Rolle spielen, ist das von großer Bedeutung.
2. es ist ein teilnehmerunabhängiges System. Alle Teilnehmer haben die gleiche Anzahl an Spielen, egal wie viele in der Halle sind.
3. das System ist offen. Es kann jeder Zeit ein Spieler einsteigen und hat trotzdem noch die Möglichkeit ein gutes Ergebnis zu erreichen. (zu späte Anreise aufgrund von Stau)
Die folgenden Aspekte sind eher angenehme Dinge, die durch die Software begründet sind, nicht unmittelbar durch das System (nur Möglichkeiten, ist im Moment nicht vorgesehen):
4. man kann die Anzahl der Runden (minimal Anzahl wie im KO-System also z.B. bei 16 mindesten 4) jederzeit ändern. Ist nicht vorgesehen, kann aber immer näher an den Idealzustand „Jeder-Jeden“ herangeführt werden.
5. Auch die Satzlänge kann in jeder Runde geändert werden. Dadurch wird die Steuerung der Turnierlänge möglich.
Dann ein paar Worte zu der von euch oft bemängelten Ergebnissentstehung.
Natürlich gewinnt der das Turnier, der die meisten Spiele gewinnt. Sollte er ein Freilos gehabt haben, was ja als gewonnen gilt (wie in jedem anderen System auch), dann hätte die Turnierleitung am Anfang nicht gut aufgepasst. Das 1. Freilos sollte ein Spieler bekommen, der am Ende eher im hinteren Drittel zu erwarten ist. Danach bekommen automatisch Spieler aus diesem Bereich die Freilose.
Dann zu dem Bereich, wo es immer zu Ungereimtheiten kommt – die Plätze 2-5 , 5-8 usw..
Oft haben die Spieler dort die gleiche Anzahl an gewonnenen Spielen. Dafür haben wir dann die Buchholzzahl.
Diese ist gar nicht so schwer zu verstehen: es ist die Anzahl der Siege meiner Gegner.
Damit wird erreicht, dass eine Niederlage gegen den späteren Sieger höher bewertet wird, als eine gegen einen anderen Gegner – ebenso natürlich alle anderen Vergleiche.
Also egal ob gewonnen oder verloren - war die Qualität meiner Gegner höher als die eines anderen Spielers, habe ich eine höhere Buchholzzahl und stehe bei gleicher Anzahl an Siegen über dem anderen Spieler – was nach meiner Meinung auch richtig ist.
Ich bin überzeugt, dass die Ergebnisse mindestens genauso gerecht sind wie in jedem anderen System.
Dann noch zur Veröffentlichung der Ergebnisse. Dort hat die Turnierleitung etwas mehr Arbeit als in BTP. Die erzeugten PDF-Dateien müssen versendet werden. Mit Mike Bräutigam ist besprochen, dass die dann auch in Kroton hinterlegt werden können.
Ich hoffe, es sind einige Erklärungen dabei, die euch helfen zu verstehen, warum wir das System gut finden.
Viele Grüße aus Marienberg – Roy Rötzer (Sportkoordinator BVS)
| Rubrik | Schweizer System | Doppel-KO | ||
| Zeit (bei gleicher Anzahl Starter, gleich großer Halle, optimalemTurnierverlauf) | 32 Starter, 6 Felder, 1 Altersklasse, Sätze bis 21 = 480 Minuten | - | 32 Starter, 6 Felder, 1 Altersklasse; Sätze bis 21 = 400 Minuten (inkl. Der Wartezeiten, die sich später ergeben ?) | + |
| Anzahl Spiele pro Spieler bei 32 Startern | 6 für alle Spieler | + | mindestens 2, maximal 7, damit Ungleichverteilung (sogar 8, da der 3. ja ausgespielt wird) | - |
| Förderung Spitze | Turnierverlauf nicht vorhersehbar, damit in jedem Spiel voll gefordert (mindestens 4 von 6 Spiele auf gleichem Niveau) | + | "planbarer" Turnierverlauf. Damit kommt es zu "Schonrunden" und Einstellen auf den nächsten Gegner | - |
| Förderung 2. Reihe | mehr Spiele als im Doppel-KO | + | nur 2 bis 3 Spiele bei ungünstiger Auslosung ( nicht nur dann) | - |
| Ergebnisse | Platzierung steht nach Turnierende fest, kein "Auszählen" mehr | + | Einzelne Platzierungen nur durch Auszählen der Punkte und Sätze | - |
| Ergebnisveröffentlichung | als PDF oder aufwändig über andere Dateiformen (Webmaster bearbeitet auch selbst die SPO-Datei bzw. gibt Zugang frei) | - | Sofort nach Turnierende im Internet | + |
| Motivation | Sieger werden vor allen Teilnehmern geehrt | + | Sieger und Platzierte sind unter sich in der Halle | - |
| 2 * der gleiche Gegner möglich | nein | + | möglich | - |
| Aussenwirkung | Felder bis zum Ende immer belegt | + | gegen Turnierende leere Felder | - |
| Veränderungen im Turnierablauf | möglich nach jeder abgeschlossenen Runde | + | nur bis nach der 2 Runde, bis dahin haben Gewinner- und Verliererseite noch die gleiche Anzahl Spiele | - |
| Ergebnisgerechtigkeit | bei entsprechender Rundenanzahl gegeben | + | Spieler mit leichterem Gegner beim Ausscheiden besser platziert. 2. und 3. Plätze haben gleiche Anzahl verlorene Spiele, nur ggf. die bessere/schlechtere Auslosung | - |
Betreff | AW: Beitrag zur Podiumsdiskussion am 22.11.2014 |
Von | Holger Wippich |
An | presse@bv-hoyerswerda1960.de |
Cc | Götz, Michael |
Gesendet | Dienstag, 6. Januar 2015 15:25 |
Anlagen | siehe weiter unten die Anhänge mit Antwort |
Hallo Rainer,
anfänglich Alles Gute für das Jahr 2015 nach Hoywoy .
Betrifft Deinen Beitrag zum LS-Workshop und der dort uns aufgegebenen "Hausaufgabe" eine umfängliche Antwort zu erstellen. In Absprache mit dem Präsidenten umfänglich, um Deine / Eure Anfrage an ihn zum SLS, entsprechend aussagekräftig ebenso zu beantworten.
Unberührt davon bleiben schon getätigte Aussagen vielerorts, dass es bei der Einführung des SLS , der Umsetzung bei den ersten Turnieren Startschwierigkeiten und unnötige Ungereimtheiten gab. Die zweifelsohne durch eine bessere Kommunikation im Vorfeld, aber auch bessere Vorbereitung / Unterstützung für die ausrichtenden Vereine / Turnierleitungen durch uns als BVS hätten vermieden werden können.
Wie bei jedem Spielsystem kann man positives und negatives herausfiltern, je nach Standort/-punkt des Betrachters.
In der Anlage 3 Dateien:
- detaillierte Antwort auf Dein Schreiben zum LS-ws ( Erklärung an...)
- Erläuterungen zum SLS
- Schw.System
In der Hoffnung Dir ausreichende Antworten geliefert zu haben verbleibe ich mit den besten Grüßen
Holger