Alle Meinungen zum Fall Schweizer System werden ohne Kommentar im Original hier veröffentlicht
leider hat Helmar Schröter bis heute den 27.08.2012 nicht geantwortet. - auch bis zum heutigen Tag 26.5.2015 wurde nicht darauf geantwortet.



Geschrieben von: Helmar Schröter | ||
Mittwoch, den 14. März 2012 um 16:00 Uhr | ||
Ob sich der Jugendausschuss mit der Tragweite seiner Entscheidung, das Turnier durch Teilnahme von Sportlern aus anderen Landesverbänden weiter „aufzublähen“, genügend befasst hat, darf angezweifelt werden. Da helfen dann auch nicht aufmunternde Worte des kurzzeitig anwesenden Landestrainers („Ihr werdet das schon machen“) nicht weiter, nachdem dieser vom Turnierleiter auf die unmögliche Situation hingewiesen wurde. Wenn man schon den Vergleich mit den Besten anderer LV suchen will, dann sollten auch nur die besten sächsischen Spieler dabei sein, über 20 Teilnehmer pro Disziplin dürften den „Leistungsgedanken“ wohl kaum fördern!
Obwohl die 9 Spielfelder über die gesamte Turnierdauer belegt wurden und es faktisch Spielpausen kaum gab, wurde letztendlich 12 Stunden gespielt und am Nachmittag stolperten die auf der Verliererseite angekommenen Sportler praktisch von Spiel zu Spiel.
Hier soll ausdrücklich die hervorragende Disziplin der Kinder erwähnt werden, die diese Belastungen durchweg klaglos hinnahmen, auch wenn dadurch wohl kaum noch vom „Leistungsgedanken“ gesprochen werden konnte.
Man muss es sich einmal vorstellen: Da fährt, nennen wir ihn mal „Peter“, früh ca. 6 Uhr in der Oberlausitz los, um am anderen Ende von Sachsen zum Turnier, was 9 Uhr beginnt, antreten zu können. „Peter“ hat sich gefreut, dass er bei dem Turnier dabei sein darf und es geht auch zügig voran, aber gegen 13 Uhr ist „Peter“ leider ausgeschieden. Da seine Mitspieler aber noch bis zum Ende im Wettkampf verblieben sind, wartet „Peter“ geduldig. Dann, endlich, 20.30 geht’s zurück in die Oberlausitz und gegen Mitternacht dann endlich ins Bett. Ein schöner Tag! Wirklich?
Nicht nur für mich bleiben am Ende viele Fragen:
Doch man sollte nicht nur Kritik üben. Hier ein paar Gedanken: - Badminton soll eigentlich Spaß machen, wie wäre es, die Teilnehmerzahlen wieder auf 16 zu beschränken und damit die Leistungsunterschiede zu verringern? - Sollte man die Altersklassen trennen, um wieder zu überschaubaren Turnierzeiten zu kommen? - Wäre auf der Verliererseite auch ein verkürztes System, (z.B. Kurzsätze bis 11) machbar? - Die Idee, den Austausch mit den Besten anderer LV zu pflegen, ist gut, doch das sollte auch nur mit den Besten des BVS in einem gesonderten Turnier geschehen!
Denkt bei allem, was Ihr entscheidet, immer an die Folgen und vergrault nicht noch die paar Gutwilligen, die noch bereit sind, diese Sportart weiter zu entwickeln.
Helmar Schröter/Turnierleiter | ||
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. März 2012 um 23:32 Uhr |