Alle Meinungen zum Fall Schweizer System werden ohne Kommentar im Original hier veröffentlicht

eine Meinung aus Stollberg - Niederdorf

Geschrieben von: Reinhard Köhl   
Sonntag, den 24. Februar 2013 um 17:05 Uhr
Erstmals Schweitzer-Leiter-System beim ersten Sachsenranglistenturnier U 15 in Stollberg

Etwas skeptisch und ohne praktische Erfahrung ging die Turnierleitung des BC Stollberg-Niederdorf am 23.2.13 an die neue Turnierdurchführung zum ersten Sachsenranglistenturnier 2013 der U 15 heran. Ein paar kleine Probleme gab es nur an einigen Stellen damit, zu wissen, wo im Programm etwas einzugeben und etwas zu finden ist.

Spiele und Ergebnisse [ # klick ]
Danke dabei auch an Betreuer David von Niedersedlitz, der beim ersten vorige Woche überhaupt in Sachsen ausgeführten Turnier mit diesem System dabei war und uns aushelfen konnte.

Bei den Jungen setzte sich der Thüringer Gast Lukas Horlbeck, 1. Erfurter BV durch, der im Turnierverlauf lediglich gegen Norman Dembniak (Großenhain) einen Satz abgeben musste. Mit je einer Niederlage belegten Florian Ihm (nach Niederlage gegen Wilhelm Büchner) und Wilhelm Büchner (nach Niederlage gegen Horlbeck) die Plätze zwei und drei.

Der Wettbewerb bei den Mädchen wurde von Paula-Elisabeth Nitschke (Bräunsdorf) und Charlotte Ullrich (Taucha) bestimmt. Dabei hatte Paula-Elisabeth bereits in der zweiten Runde im direkten Vergleich zwischen beiden die Weichen für den dann folgenden Sieg gestellt. Das nachfolgende Feld war sehr ausgeglichen und belegte mit 3:2 Punkten die Plätze drei bis 9! Mit dem besten Satzverhältnis kam Charlotte Mund (Blau-Weiß Niederroßla) auf den dritten Platz.

Noch ein Resümee zu den gewonnen Erfahrungen mit dem neuen Turniersystem:
  • Ein Spieler erschien ohne Abmeldung nicht zum Turnier. Die Turnierleitung wartete deshalb bis 9.15 Uhr, da ein nachträgliches Streichen bei schon durchgeführter Auslosung und schon vorhandenen Freilosen bei ungeraden Starterzahlen nicht vertretbar ist. In Absprache mit Roy Rötzer wurde hier aber bei Auslosung der in der Halle anwesende Richard Mund (Niederroßla) noch in das Starterfeld aufgenommen.
  • Im Zusammenhang damit sollte in Zukunft schon bei der Veröffentlichung der Ausschreibung die Telefonnummer des veranstaltenden Vereins bekanntgegeben werden.
  • Der Turnierdurchlauf war entgegen den Befürchtungen relativ zügig (reine Spielzeit ca. 6,5 h bei 29 Startern). Die Unterbrechungen wegen erforderlichen Abschluss des letzten Spieles einer Runde vor Auslosung einer neuen Runde waren relativ kurz, so dass nie mehr als 2 Felder der 6-Feldhalle frei waren.
  • Mehr als beim Doppel-ko-System ist es hier zur Information für Betreuer und Spieler erforderlich, vor jeder der fünf Runden die ausgelosten Ansetzungen auszuhängen und nach jeder Runde die Spielergebnisse der Runde und die Liste des auflaufenden Zwischen- standes auszuhängen. Sonst tappen die Interessierten nur im Dunklen.
  • Ungünstig ist die gegenüber anderen Spielern erfolgende Belohnung von Spielern mit Freilosen mit einer Siegwertung bei Spielfeldern mit ungerader Spieleranzahl.
  • Einen positiven Effekt bringt das neue Turniersystem vor allem für die im mittleren und unterem Teil der Platzierung befindlichen sächsischen Spieler mit sich. Die mit der Hereinnahme der außersächsischen Spitzenspieler eher erfolgende Bestrafung zu Turnieren mit nur wenigen Spielen (2 oder 3) fällt damit weg. Ebenso die bisher damit verbundenen langen Wartezeiten ohne Spiel bis zum Turnierende für diesen Spielerkreis.

Reinhard Köhl
BC Stollberg-Niederdorf

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Februar 2013 um 20:46 Uhr

eine Meinung vom Schiedsrichterwart des BVS


eine Meinung vom Geschäftsführer BVS

leider hat Helmar Schröter bis heute den 27.08.2012 nicht geantwortet. - auch bis  zum heutigen Tag 26.5.2015 wurde nicht darauf geantwortet.


eine Meinung aus Großenhain


eine Meinung aus Dresden

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eine Meinung aus Zwenkau

Geschrieben von: Helmar Schröter   

Mittwoch, den 14. März 2012 um 16:00 Uhr

Ein Turnier und viele Fragen

 

Mit fast 200 Spielen im Einzel und Mixed in den AK u 13 und u 15 stieß nicht nur die Turnierleitung (trotz PC- Unterstützung) an ihre physischen Grenzen. Vor allem die Kinder und deren Betreuer stellten sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Mammut- Veranstaltung.

Ob sich der Jugendausschuss mit der Tragweite seiner Entscheidung, das Turnier durch Teilnahme von Sportlern aus anderen Landesverbänden weiter „aufzublähen“, genügend befasst hat, darf angezweifelt werden.

Da helfen dann auch nicht aufmunternde Worte des kurzzeitig anwesenden Landestrainers („Ihr werdet das schon machen“) nicht weiter, nachdem dieser vom Turnierleiter auf die unmögliche Situation hingewiesen wurde.

Wenn man schon den Vergleich mit den Besten anderer LV suchen will, dann sollten auch nur die besten sächsischen Spieler dabei sein, über 20 Teilnehmer pro Disziplin dürften den „Leistungsgedanken“ wohl kaum fördern!

 

Obwohl die 9 Spielfelder über die gesamte Turnierdauer belegt wurden und  es faktisch Spielpausen kaum gab, wurde letztendlich 12 Stunden gespielt und am Nachmittag stolperten die auf der Verliererseite angekommenen Sportler praktisch von Spiel zu Spiel.

 

Hier soll ausdrücklich die hervorragende Disziplin der Kinder erwähnt werden, die diese Belastungen durchweg klaglos hinnahmen, auch wenn dadurch wohl kaum noch vom „Leistungsgedanken“ gesprochen werden konnte.

 

Man muss es sich einmal vorstellen: Da fährt, nennen wir ihn mal „Peter“, früh ca. 6 Uhr in der Oberlausitz los, um am anderen Ende von Sachsen zum Turnier, was 9 Uhr beginnt, antreten zu können.

„Peter“ hat sich gefreut, dass er bei dem Turnier dabei sein darf und es geht auch zügig voran, aber gegen 13 Uhr ist „Peter“ leider ausgeschieden.

Da seine Mitspieler aber noch bis zum Ende im Wettkampf verblieben sind, wartet „Peter“ geduldig. Dann, endlich, 20.30 geht’s zurück in die Oberlausitz und gegen Mitternacht dann endlich ins Bett. Ein schöner Tag! Wirklich?

 

Nicht nur für mich bleiben am Ende viele Fragen:

  • Bringen solche Mammutturniere unsere Sportart wirklich weiter, oder ist das Gegenteil der Fall? Wer wird sich so etwas in Zukunft weiter gerne antun? Sind unsere Kinder, Übungsleiter und Eltern dazu bereit?
  • Hat das noch etwas mit „Familienfreundlichkeit“ zu tun?
  • Welche Turnierleitung ist bereit, sich über Gebühr dem Stress über 12 Stunden auszusetzen?
  • Wie „hintenrum“ zu erfahren war, soll künftig nach dem „Schweizer System“ (was bisher keiner so richtig kennt) gespielt werden. D. h., noch mehr Spiele. Wer denkt sich so etwas aus?
  • Nachdem nun nach und nach die Vereine den Umgang mit dem Turnierprogramm beherrschen, wird  es ein neues Programm dazu geben? Wer wird das den Vereinen nahebringen?

Doch man sollte nicht nur Kritik üben.

Hier ein paar Gedanken:

- Badminton soll eigentlich Spaß machen, wie wäre es, die Teilnehmerzahlen wieder auf 16 zu beschränken und damit die Leistungsunterschiede zu verringern?

- Sollte man die Altersklassen trennen, um wieder zu überschaubaren Turnierzeiten zu kommen?

- Wäre auf der Verliererseite auch ein verkürztes System, (z.B. Kurzsätze bis 11) machbar?

- Die Idee, den Austausch mit den Besten anderer LV zu pflegen, ist gut, doch das sollte auch nur mit den Besten des BVS in einem gesonderten Turnier geschehen!

 

Denkt bei allem, was Ihr entscheidet, immer an die Folgen und vergrault nicht noch die paar Gutwilligen, die noch bereit sind, diese Sportart weiter zu entwickeln.

 

Helmar Schröter/Turnierleiter

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. März 2012 um 23:32 Uhr

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